Bericht von unserem Trail am 27.10.2007 Die Spur hat sieben Tage gelegen.
Vorgeschichte
Am 20.10.07, zu Beginn unseres Trainingsnachmittages, hatte ich die Idee, aus lauter Jux und Dollerei, einen in der letzten Woche gelaufenen Trail nochmals zu wiederholen. Beate fuhr direkt in die Ausgangslage und Nilo suchte die Spur zügig und ohne grosses Faseln ab. Bei uns kam aber der grosse Wow-Effekt nicht auf, da wir vermuteten, daß hier die Wiedererkennung wohl eine große Rolle gespielt haben könnte. Beim Kaffee im Vereinsheim kam Beate auf die Idee, am Ende des Übungstages einen neuen Trail auf ihrem Heimweg nach Kassel in der Nachbarortschaft zu legen. Wir entschlossen uns diesen am darauf folgenden Wochenende abzusuchen. Beates Spur hier Rot, Danilos Weg Grün gekennzeichnet. Der ungewollte Cartrail ist die gelbe Linie. Wind aus West Nord West
Hier zunächst Beates Bericht aus Sicht der Traillegerin. Wie aus zunächst 800 Meter ca. 1100 Meter wurden. Es hat sich gelohnt.
Samstag den 20.10.2007, Uhr: 17:30, Grad 4 – 5, leichter Wind, feuchte Luft ( leicht Neblig )
Ich bin mit meinem Auto zum Abgang gefahren bin dann die erste Strasse rechts hineingegangen ( rechts und links Bebauung Schornsteineffekt ) und habe mich rechts gehalten. Untergrund Teer eine kurze Strecke Kopfsteinpflaster dann wieder Teer. Dann ging es wieder die erste Strasse rechts hinein dort wechselte der Untergrund auf Schotter dort habe ich mich erst rechts gehalten und bin dann auf die linke Seite gewechselt, dort habe ich ein paar Büsche berührt. Dann die nächste Strasse wieder rechts dort bin ich rechts kurz unter dem Baum stehen geblieben. Der Untergrund wechselte wieder auf Teer. Dort bin ich rechts gegangen, dann kamen links ein paar Schrebergärten mit Holzzäunen, dort bin ich links gegangen ( rechts stand ein Hindernis ) dann habe ich die Strassen Seite wieder gewechselt ( die Strasse wird häufig befahren, teilweise keine Bebauung ) habe eine dort stehende Weide gestreift und bin die nächste Strasse wieder rechts gegangen und bin wieder am Ausgangsort gewesen.
Eine Woche später:
Samstag den 27.10.2007, Uhr: 15:00, Grad 6 (?),leichter Wind, feuchte Luft
Die ganze Woche hat es nicht geregnet aber feuchte Luft
Ralf ist mit Nilo und Herrn Schlächter vorgefahren um den Trail abzusuchen.
Ich bin zu früh losgefahren Ralf war noch mit Nilo an der Vorbereitung ich bin mit geschlossenem Fenster aber mit Autoheizung und geöffnetem Dachfenster an den beiden vorbei gefahren. ( Geradeaus in eine Landwirtschaftliche Strasse ) Als sie außer Sicht waren, habe ich den Standort gewechselt und habe mich auf den Parkplatz gestellt. Dort habe ich einen Moment gewartet und habe mich mit Auto an den Abgang gestellt. Dort bin ich aus dem Auto gestiegen und bin ein Stück die Strasse runter gegangen und habe mich hinter Glascontainern gestellt. Ich konnte gut beobachten, wie Nilo von der alten Spur zur frischen Spur gewechselt hat. Er ist erst auf den Parkplatz, ist von dort zu der Stelle gelaufen, wo ich als erstes gestanden habe und ist dann zurück gekommen, kurz am Auto geschnüffelt und ist dann zu mir gekommen und hat sich dort sein wohl verdientes Leckerchen abgeholt.
Tolle Leistung.
Hier mein Bericht.
Traillegerin = Beate Kloppman, Beobachter = Gerhard Schlächter und Danilo und Ich.
Nachdem wir alle dem Wochenende entgegengefiebert haben und eigentlich jeder der Meinung war, daß geht in die Hose, sieben Tage schafft er nie, machten wir uns an die Arbeit. Leichte Nervosität machte sich in mir breit aber ich sagte mir: verlass dich ganz auf deinen Hund. Und das tat ich dann auch.
Als ich beim Ansetzen Beate mit dem Auto kommen sah habe ich mir gleich Gedanken gemacht, was wohl passieren würde, wenn wir wieder Richtung Strasse kommen. (wenn wir überhaupt da ankommen).
Nilo wurde im rechten Winkel zum Haus angesetz, nahm einen tiefen Zug aus der Tüte und setzte sich dann auch gleich in die richtige Richtung in Bewegung. Das erste Teilstück bis zum ersten Abzweig suchte er mit hoher Nase und wechselte häufig die Strassenseite. Ein uns entgegenkommender Passant mit keifendem Hund sowie kläffende Hunde aus Nachbargrundstücken haben Danilo nicht aus der Spur gebracht. An den Abzweigungen ging er zunächst weiter, machte brav seine eindeutigen Negativanzeigen und folgte weiter seiner Nase.Als wir aus dem Ort kamen wurde der Zug auf der Leine schlagartig stärker, weil dort der Bewuchs links und rechts des Weges stärker und der Untergrund feuchter war. Den selben Effekt konnte ich auch in den Schattenzonen spüren. Eine Gruppe Hühner, die ca. einen halben Meter von uns die Würmer aus der Erde zogen waren für den Dicken auch kein Problem auch nicht etliche Stopp's and Go's wegen rücksichtsloser Autofahre. Auf der letzten Geraden wurden noch ein paar Hauseingänge gescannt und mit einem Schlenker nach links auf die Wiese näherten wir uns wieder der Hauptstrasse. Dort angekommen ging es dann so weiter wie Beate es schon beschrieben hat. Für uns war es das erste mal, wenn auch ungeplant, einen kurzen Spurverlauf von Versteckperson im Auto absuchen zu können. Obwohl ich es erst nicht zulassen wollte, hab ich mir gedacht, lass ihn mal machen, mal sehen was rauskommt. Als ich ihn ausbremsen wollte hat er nochmal richtig seinen Sturkopf durchgesetzt. Er hat sich nicht von mir abbringen lassen dieser Spur nachzugehen. Trotz dieses Umweges hatten wir Erfolg.
Ich bin richtig stolz auf meinen alten Mann.
An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an die Beteiligten. Solche Aktionen werden wir bestimmt wiederholen. Mein Wahlspruch ab sofort: Vertraue Deinem Hund, Du kannst Dich auf ihn verlassen.